[Buchrezension] Mit nackten Händen

Buchrezension „Mit nackten Händen“ von Simonetta Greggio

Mit nackten Händen

  •  Verlag: Diana Verlag
  • Seiten: 160 gebunden (broschiert
  • Preis: 7,49 Euro
  • ISBN: 978-3453290990
  • Genre: Frauenroman
  • Originaltitel: Les mains nues

Klappentext: Eine Liebe, die Grenzen überschreitet. Die Leidenschaft eines Augenblicks, der zum Verhängnis wird. Sie ist Anfang vierzig, er knapp fünfzehn Jahre alt. Als Emma und Gio einander nicht widerstehen können, geraten sie in einen Strudel von Ereignissen, durch die sie schmerzvoll Liebe und Verlust erfahren. Es ist die Geschichte einer Hingabe, so voller Leben und dich ein Skandal…

Meine Meinung: Für die Hauptfigur Emma, 47 und Landtierärztin beginnt ein neuer Lebensabschnitt, als der 15-jährige Gio an ihrer Haustür klingelt. Durch Rückblicke in ihre bisherige Geschichte, kann der Leser verstehen oder auch hinterfragen, warum sich die alleinstehende Frau auf eine Beziehung mit dem Sohn ihres einstigen Geliebten Raphael einlässt. In diesem Roman wagt sich die Autorin Simonetta Greggio an ein heikles Thema – der Beziehung zwischen einer erwachsenen Frau und einem Jungen in Teenageralter. Jedoch gelingt es Simonetta, nicht ein einziges Mal anzüglich oder kitschig zu werden. Vielmehr werden durch ihre poetische Erzählweise, Geschehnisse und Gefühle nur angerissen und der Leser zum Nachdenken und auch Interpretieren gebracht. 

Vermutlich gibt es einige Leser die „Mit nackten Händen“ gekauft und gelesen haben, weil sie von „Der Vorleser“ bewegt waren. Jedoch muss man sich hier auf eine ganz andere Art der Erzählung einlassen. Die typische französisch poetische Schreibweise könnte für einige ihre Schwierigkeiten bergen, besonders deshalb, weil Simonetta Greggio sich dafür entschied „Entscheidendes“ unerwähnt zu lassen und dafür „Kleinigkeiten“ in den Vordergrund zu heben und ausführlich darzustellen. Hat man sich jedoch erst einmal auf die Sprache eingelassen, lässt sich dieser Roman gut an einem Stück herunter lesen. Allerdings hätte es der Geschichte nicht geschadet, genau dieses zu verhindern, indem man sie um mehrere Seiten verlängert hätte. All zu oft werden Gedanken und Erinnerungen nur angeschnitten, ohne sie zu Ende zu führen. So ist es schwer, die Hauptfigur richtig kennen zu lernen. Vielmehr erhält man nur einen Einblick in sie und ihre Beweggründe.

Meine Wertung:

Wer sich gut auf besondere Schreibstile einlassen kann, sollte dieses Buch in seine Hände nehmen und lesen.

3-Sternewertung

Über Isabel Moss

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