[Buchrezension] Drachenläufer

Buchrezension: „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini

Drachenläufer

  • Verlag: Berliner Taschenbuch Verlag
  • Seiten: 382 broschiert
  • Preis: 9,99 Euro
  • ISBN: 978-3833301490
  • Genre: Drama
  • Originaltitel: The Kite Runner

 

 

 Klappentext: Afghanistan 1975: In Kabul wächst der zwölfjährige Amir auf, der mit Hilfe seines Freundes Hassan unbedingt einen Wettbewerb im Drachensteigen gewinnen will. Hassans Vater ist der Diener von Amirs Vater, doch trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet die beiden Jungen eine innige Freundschaft. Am Ende des erfolgreichen Wettkampfs wird die Freundschaft von Amir auf schreckliche Weise verraten.

Meine Meinung: In diesem bildgewaltigen Buch geht es um so viel mehr als nur einen Wettkampf im Drachensteigen. Trotzdem dient genau dieses Ereignis als Umbruch in der ganzen Geschichte, denn bis zum Tag des Wettkampfs besteht kein Zweifel an der gegenseitigen Loyalität der beiden Jungen Amir und Hassan. Trotz unterschiedlicher Lebensweisen und Herkünfte vertrauen die beiden Halbwüchsigen einander und stehen sich gegenseitig zur Seite. Hassan liebt es, den Geschichten von Amir zu lauschen, er selbst kann nicht lesen und Amir genießt die bedingungslose Freundschaft von Hassan. Am Tage des Wettkampfs jedoch zeigt sich, dass Amirs Freundschaft zu Hassan seine Grenzen hat. Er lässt seinen langjährigen Freund im Stich, was furchtbare Folgen hat. Die Geschichte, von Anfang an aus Amirs Sicht geschrieben, begleitet den Sohn aus reichem Hause bis ins Erwachsenenalter. Sie beschreibt anschaulich, wie Amir mit seinen Schuldgefühlen und seiner Bürde zu leben versucht.

„Der Drachenläufer“ ist eine unglaublich bewegende und anrührende Geschichte. Trotz der fernen Welt Afghanistans, der fremden Kultur und unbekannten Bräuchen, gelingt es dem Autor Khaled Hosseini jedoch, jeden Leser anzusprechen. Auch ich konnte mich und mein Leben in vielen Teilen der Geschichte wieder finden. Während des Lesens hatte ich häufig mit den Tränen zu kämpfen und einige Male blieb ich dabei erfolglos. Besonders durch die schöne und genaue Beschreibung der Umgebung in der Amir und Hassan leben, fühlt man sich sofort nach Kabul versetzt und die Sprache die der Autor verwendet, passt perfekt zum Inhalt der Geschichte. Für mich ist dieses Buch eines der besonderen, weil es auch nach dem Ende der Geschichte weitergeht. Ich habe noch lange über das Leben von Amir und Hassan nachgedacht und es brachte mich dazu, mich selbst und meine Handlungen zu hinterfragen.     Im übrigen strömen noch heute Massen von Kindern jeden Freitag auf die Hügel der afghanischen Hauptstadt, um ihre Drachen steigen zu lassen.

Meine Wertung:

Dieses Buch ist ein absolutes Muss! Emotional, bewegend, spannend und schön geschrieben!

5-Sternewertung

 

 

Über Isabel Moss

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